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Vertrauen - ein Trumpf kleiner Betriebe

Schon etwas fortgeschritten im Jahr, dafür umso stilvoller im Steinernen Saal des Münchener Maximilianeum, fand im Februar der Jahresempfang des „Bund der Selbstständigen“ (BDS Bayern e.V.) statt. Mich juckte dabei zugegebenermaßen in erster Linie die Neugier auf das imposante Landtagsgebäude, das ich – wenngleich waschechte Bayerin – noch nie von innen gesehen hatte. Neben Häppchen mit entsprechender Getränkebegleitung sind Events wie dieses  erfahrungsgemäß geprägt von mal mehr, mal weniger selbst beweihräuchernden Reden der Protagonisten mit überschaubarer inhaltlicher Tiefe. Beim BDS-Neujahrsempfangs durfte diesen fast zwei Stunden lang im Stehen (in meinem Fall: auf hohe Hacken) gelauscht werden. Da sehen Sie mal, wie anstrengend Selbstständigkeit sein kann!

Neben der kulturellen Weiterbildung (Kennenlernen des Maximilianeum von Innen) will die anspruchsvolle Selbstständige von einem solchen Abend doch mehr „mitnehmen“ als einen gefüllten Magen. Und frägt sich danach kritisch, was der subjektiv empfundene inhaltliche Nutzen war: Mehr als positiv war ich von dem über eine halbe Stunde völlig frei und dennoch inhaltlich logisch zusammenhängend „aus dem Nähkästchen“ plaudernden Leiters der Bayerischen Staatskanzlei, Dr. Marcel Huber, überrascht. Nebeninfo auf meine Nachfrage: Sein Redenschreiber hätte ihm 40 Seiten für diese Festrede in die Hand gedrückt. Das sei ihm viel zu viel gewesen und so habe er „auf der Fahrt hierher“ mal schnell das für ihn Wichtigste als Stichpunkte notiert. Seine Informationen, An- und Einsichten zu den Themen Bürokratieabbau, Schaffung von Arbeitsplätzen, Haushaltsentwicklung in Bayern („Warum kann eigentlich eine Regierung nicht, wie wir Privathaushalte auch, ohne Schulden planen?“) und Flüchtlingsthematik wirkten klar und realistisch.

Mit emotionaler Intelligenz und der Weisheit eines langen Berufs- und Privatlebens erinnerte BDS-Ehrenpräsident Prof. Dr. Fritz Wickenhäuser an die Trümpfe der kleinen Betriebe: Sie schaffen Vertrauen beim Kunden und haben Verständnis für dessen Belange. Seine Bitte an die Politik: Selbstständigen nicht mit zu vielen neuen Regelungen neue Steine in den Weg legen. Angesichts des Bürokratieaufwands bei neuen Regelungen wie dem Mindestlohngesetz, der Erbschaftsteuerreform und der mangelhaften Regelung von Scheinselbständigkeit kann ein Unternehmer manchmal den Eindruck bekommen: „Nur wer nichts neues anfängt, kann sich sicher sein, dass er gegen keine Vorschriften verstößt.“

Wir von klugmarketing schließen uns dieser Bitte in Anbetracht der vielen Stunden, die wir monatlich für die Abwicklung der bürokratischen Anforderungen aufwenden müssen, gerne an. Und freuen uns (auch) immer wieder, dass unsere Kunden durch ihre langjährige Treue zeigen, dass sie Vertrauen in uns und unsere fachliche Beratung haben!

 

Autorin: Dr. Martina Klug
Foto: © bds-bayern.de